Freizeitreiten auf Islandpferden

Wanderreiten und Reitwochen

Rückblicke

Rückblick 2010  Schwarzwald  
Rückblick 2008  Jura 
Rückblick 2007   Wilchingen  
Rückblick 2006   Basel - Paris  

Ludi, der Juratoröffner

1. zum Tor traben, anhalten, Kopf durch die Öffnung strecken  
2. das Klick des Öffnens ertönt, Kopf zurückziehen 
3. Sesam öffne dich - und weiter gehts


Reitertor 

Ü 30 Lager 2008 Jura

  Reitlager für Erwachsene
21.-27. September 2008
 
Zur Sicherheit liessen wir Ruedi auf dem gesattelten Pferd einmal um den Schnasberg reiten und siehe da, diesmal war alles dabei und auch noch im richtigen Auto.
Lieber Ruedi, Hakon und wir sind stolz auf dich. Nach unserem Wissensstand hat du auch nichts im Jura vergessen, nachdem wir dir den Faserpelz noch nachgetragen haben.  
Der Start klappte sozusagen reibungslos, nur - beim zweiten Zugfahrzeug leuchtete ein klitzekleines rotes Lichtlein. Die Gebrauchsanweisung verbot das Weiterfahren mit diesem Lichtlein. Ein neues Zugfahrzeug musste organisiert werden, es klappte wunderbar, Marcel reiste von Winterthur gute 40 km an, um - die Handbremse zu lösen. Oh Wunder das Lichtlein erlosch und die Reise ging mit dem ursprünglich vorgesehenen Zugfahrzeug problemlos weiter...
Beim nächsten Tag des Islandpferdes werden wir wohl einen Kurs anbieten, wie gehe ich mit den kleinen roten Lichtlein in den Zugfahrzeugen um, soll ich versuchen die Handbremse zu lösen, den Pannendienst bestellen oder das Auto fluchtartig verlassen. Liebes Käthi, manchmal lassen sich technische Probleme ganz einfach lösen.  
Kaum angekommen, gesattelt und das erste Weidetor gemeistert, glaubte sich unsere Pferde wieder in Island. Der Wind, die Kälte, der federnde Grasboden und der Duft der Freiheit nach der Reise taten das ihrige dazu und die ganze Bande galoppierte einfach los.
Liebe Nicole, man muss nur oben bleiben, Kreischen hat keine bremsende Wirkung, aber das nächste Tor im Jura kommt bestimmt und Isländer springen selten über die Tore. 
Ludi der Heimkehrer tat seinem Namen wieder einmal Ehre an. Kurz nicht aufgepasst nach einem Tor - und weg war er. Mit fliegenden Steigbügel und ohne Reiter trabte er Richtung Heimat. Todesmutig verfolgt von Sölvi samt Reiterin, die Ludi dann auch wieder schnappen konnte, bei der Heldentat aber zwischen den Pferden auf dem Boden landete, die Zügel des Heimkehrers in der Hand, die des eigenen Pferdes leider nicht mehr...
Nachtrag: Liebe Elisabeth, der Einsatz war zwar verdienstvoll, wäre nicht wirklich nötig gewesen. Da ja im Jura bekanntlich die Weiden immer eingezäumt sind, wäre Ludi so oder so nicht weit gekommen, genau gesagt wurde er 10 Meter vor dem nächsten Tor eingefangen...  
Eine noch zu entdeckende Musikgruppe beschloss genau in dem Moment als wir mit und auf den Pferden am Waldrand auftauchten, die Wirkung ihrer nicht wirklich harmonischen Töne in freier Laufbahn zu proben. Das ging genau eine halbe Minute gut und dann bekamen wir eine Livelektion über das Pferde als musikalisches Fluchttier. Das Flüchten war nicht wirklich einfach, rechts Musikgruppe, vorne Zaun, links Sumpf, hinten Wald... Mit viel Glück sind alle oben geblieben und in äusserster Verzweiflung konnte Käthi sogar vom senkrecht stehenden Pferd aus französisch mehr schreien als sprechen.  
Das Sammlergen konnte mangels Nussbäumen Vreni dann doch noch beim Pilz suchen und finden ausleben. Eine prachts Krause Glucke hat sie mit Dora gefunden.  

Ü 30 Lager 2007 Wilchingen

  Reitlager für Erwachsene
16. bis 22. September 2007 in Wilchingen
 
Hufeisen verloren wir nur genau drei. Das erste vor dem Start, das zweite auf einer Galoppstrecke und das dritte auf der Heimreise.  
Ein Natel kann man gut auf einer feuchten Galoppstrecke nicht ganz freiwillig lagern und 24 Stunden später dank laut eingestelltem Klingelton in noch zu gebrauchendem Zustand wieder finden und weiter gebrauchen.  
Ruedi bekommt einen Gutschein für einen Grundkurs "in welches Auto packe ich meine Sattelgute", wenn es genau drei Möglichkeiten gibt. Zur Auswahl stehen: Erstens das Zugfahrzeug vom Pferdeanhänger mit dem eigenen Pferd im Hänger - zweitens das Zugfahrzeug vom Pferdeanhänger ohne eigenes Pferd im Hänger, welches (das Zugfahrzeug) die zweite Equipe bringt und erst nach 10 km zu reitender Strecke wieder erreichbar ist (am besten mit Sattelgurt) und drittens das Zusatztransportauto, welches weder Pferde transportiert noch je auf der Reiterroute auftauchen wird, auf der man eigentlich die Sattelgurte brauchen würden täte...
Lieber Ruedi, welche Variante ist die praktischste?  
Wenn ein Weg so schmal und so steil wird, der Abgrund ziemlich tief, der Adrenalingehalt im Blut der Reiter ungesund hoch und ausgerechnet dann zwei Bäume genau so gewachsen sind, dass zwar ein Pferd genau noch dazwischen passt, der Reiter auf dem Pferd schon gar nicht mehr und der Sattel allein nur noch knapp, dann muss man absatteln und zum Abbau des hohen Adrenalinsspiegel den Sattel dann selber auf den Gipfel stemmen...  
Das die Frauen ein Sammel-Gen haben, wurde unter jedem Nussbaum klar. Mangels Möglichkeiten zur Jagt - wir sahen nicht einmal ein Wildschwein von hinten, aber unzählige Spuren - konnten wir den genetischen Jagtinstinkt der Männer nicht testen.