Freizeitreiten auf Islandpferden

Weidegenossen

kb Wussten Sie, das andere Tiere den Pferden niemals wirklichen Ersatz für Artgenossen bieten können?
Der Grund: Jede Tierart hat eigenen Bedürfnisse, ein eigenes Sozialleben und eine eigene Körpersprache. Missverständnisse sind also vorprogrammiert. Deshalb gilt: Bevor Sie Pferde zusammen mit anderen Vierbeinern halten, sollten Sie sich unbedingt über die Vor- und Nachteile der betreffenden Tierart informieren.

Rinder
Rinder eignen sich ideal für die Mischbeweidung von Pferdekoppeln, denn ihre Klauen setzen dem Boden weit weniger zu als Pferdehufe. Ausserdem schonen sie die Grasnarbe, weil sie die Halme weiter oben abfressen als Pferde. Die beiden Tierarten ergänzen sich, indem sie gegenseitig ihre Geilstellen fressen und Pflanzen bevorzugen, die die jeweils andere Tierart verschmäht.
Oft ist es besser, wenn Pferde und Rinder eine Fläche nicht gleichzeitig, sondern nacheinander beweiden. Gemeinsam sollten sie nur dann auf der Koppel stehen, wenn sie sich aus dem Weg gehen können. Pferde können Rindern gegenüber dominant sein. Bei zu wenig Platz kann dies zu Aggressionen führen.

Schafe
Einerseits verdichten Schafe mit ihren Klauen den Weideboden und regen das Pflanzenwachstum an. Fachleute loben das als „goldenen Tritt“ und schimpfen andererseits über den „giftigen Zahn“, denn Schafe verbeissen Pflanzen sehr stark. Ausserdem können sich Pferde bei Schafen mit dem Bornavirus anstecken, einem Krankheitserreger, der Verhaltens- und Bewegungsstörungen auslöst und meist zum Tod führt.

Ziegen
Obwohl sich Pferde im allgemeinen gut mit Ziegen vertragen, jagen oder beissen manche von ihnen ihre Mitbewohner. Umgekehrt können sich Pferde an Ziegenhörnern verletzen. Deshalb solle man, wenn überhaupt, nur hornlose Ziegen in die Nähe von Pferden lassen.

Esel
Als Equiden sind Esel den Pferden am ähnlichsten. Der Herdentrieb ist bei den Langohren allerdings weniger stark ausgeprägt, was häufig zu Missverständnissen führen kann. Ausserdem sind viele Esel mit Lungenwürmern befallen, die sie auf Pferde übertragen können. Diese erkranken wesentlich stärker als Esel an chronischer Bronchitis und anderen Folgen. Konsequente Entwurmung ist also Grundvoraussetzung für eine gemeinsame Haltung. Über Lungenwürmer und deren Bekämpfung gibt Ihnen Ihr Tierarzt gerne Auskunft. 
Zoologen verstehen unter Equiden alle Einhufer wie Pferde, Esel, Maultiere und Maulpferde. Evolution der Pferde



Die „Hitzige Kopfkrankheit“ oder auch Dummkoller der Pferde, die durch das
Bornavirus ausgelöst wird, wurde erstmals 1885 bei Kavalleriepferden in der Stadt Borna in Sachsen beschrieben. Bornavirus  
Pferde haben die Angewohnheit, ihren Mist an bestimmten Steilen der Weide zu deponieren. Das Gras, das in der Nähe dieser Stelle wächst, wird nicht mehr gefressen; man nennt diese Weidestellen dann auch "Geilstellen". Dies bedeutet, dass die verfügbare Oberfläche für die Nahrungsversorgung mit der Zeit immer kleiner wird. Dieses Problem kann man nur lösen, wenn man regelmässig den Mist von der Weidefläche entfernt und das hohe Gras mäht oder von Schafen oder Rindern abweiden lässt. Schafe und Rinder fressen alles, was ein Pferd stehen lässt, sogar Brennnesseln.