1. Planungsetappe
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2 Tagesritt: Schnasberg - Marthalen - Schnasberg Juni 2005 |
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ew Gewitter und Regen künden sich fürs Wochenende an - reiten bei Regen und Gewitter – diese Vorstellung ist nicht so berauschend! Sechs Reiter, die meisten schon in den reiferen Jahren, ein Fahrer im Belgleitfahrzeug samt Hänger und ein junger übermütiger Hund in der Pubertät bilden die Wanderreitgesellschaft. Eine kleine feine Truppe. Marthalen ist unser Ziel. Etwa 35 km Wanderreitweg. Der Himmel ist bedeckt. Es ist aber warm und ziemlich feucht vom nächtlichen Regen. Eines ist klar, die Regenjacke muss mit. Wacker zieht unsere kleine Schar bunt gemischter Islandpferde los. Uns folgt der Duft diverser Mückenmittel. Ein Botaniker ist unter uns, wir werden gebildet, Rapunzel, Wiesenpipau, Salomonssiegel, Akazien, Douglasien. Margriten, Füchse und Rehe kennen wir selber. Lauschig gelegen an der Thur erwartet uns der „Chauffeur" mit kulinarischen Leckereien. Tisch und Bänke sind aufgestellt, das Feuer brennt. Salat, Hauptgang und Dessert. Wir schlemmen wie Gott in Frankreich. Die Pferde kühlen sich in der Thur, weiden nachher neben uns, es könnte nicht idyllischer sein. Galopp, Tölt, Schritt und wieder Tölt. Das Wetter verhält sich rücksichtsvoll, ein paar Tropfen, die eher angenehm als störend empfunden werden. Es regnet zwar da und dort in der Umgebung, aber nie über uns. Wir treffen am Ziel in Marthalen ein. Ein Kuhstall, dem man seine Vergangenheit kaum noch ansieht, ist unser Schlafgemach. Toiletten und Dusche durch den Stall erreichbar, zwei Esel in Hörweite und unsere Pferde gleich um die Ecke in einem gedeckten Freilaufstall. Stille Nacht, dunkle Nacht, einer schläft, der Rest ist wach. Das Bett ist hart, die Knochen alt, das Schnarchen laut. Der Schnupfen gesteht dem Täter mildernde Umstände zu. Zwei Gewitter ziehen übers Land, nur der Schnarcher schnarcht weiter. Früh am Morgen ist alles grau in grau und es regnet. Pferde füttern und weiterschlafen. Später beim gemütlichen Bauernfrühstück planen wir den nächsten Ritt, vielleicht wie die Kreuzritter nach Jerusalem oder die Pferde verladen und in die Lüneburgerheide reisen, irgendwo der Nordsee entlang reiten oder - nach Paris. Susanne war schon einmal dabei - bei einem Ritt nach Paris. Sie schwärmt, es braucht wenig um unsere Begeisterung zu wecken, wir träumen, wir planen. Ein neues reiterliches Ziel, ein Foto unter dem Eiffelturm, unsere Isländer und wir. Beim Abreiten sind bereits die ersten blauen Flecken am Himmel sichtbar, der Wettergott ist uns gnädig. Ein schneller Heimritt, die Pferde zieht es nach Hause. Wieder erwartet uns der Chauffeur des Begleitfahrzeugs, dieses Mal am Waldrand. Der Tisch ist gedeckt, das Feuer brennt, drei Gänge, wie gehabt und gewohnt. Die Sonne brennt jetzt sommerlich heiss. Kein Unfall, keine Pannen, nur Geschnarche, zwei wunderschöne Tage gehen zu Ende, schlafen kann man ja zu Hause wieder. Frankreich wir planen, Eifelturm wir kommen, Zieltermin September 2006. |
2. Planungsetappe
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2 - Tages - Trainingsritt 10./11. Juni 2006 Schnasberg – Henau und zurück |
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ew Das Wetter wie bestellt, die Sonne noch nicht zu heiss, kaum Ungeziefer und der Wetterbericht verspricht Beständigkeit. 18 Pferde und Reiter, ein Begleittross bestehend aus Fahrer, Begleitfahrzeug, Hänger und einem Hund in den Flegeljahren, sind startklar. Sieben der Reiterpaare sind für den Parisritt angemeldet, der achte Reiter hadert noch mit dem Schicksal, dass seine sorgende Ehefrau ihn für dieses Abenteuer zu alt findet. Die Gruppe kennt sich noch nicht, die Tempi müssen abgestimmt werden. Für uns „Schnasberger“ sind es alt vertraute Wege, zum dritten Mal sind wir auf einem Zweitagesritt Richtung Henau unterwegs. Stundenhalte, Mittagspause mit den berühmten Pizzabroten, wieder Stundenhalte, ein rasanter Fussmarsch, das Tempo bestimmen die Pferde, über den Ölberg. Ein Bad in der Thur, Henau in Sicht, die letzte Etappe gehen wir zu Fuss neben unseren Pferdchen her, langsam, die Sattelgurten Loch für Loch öffnend. Vertrauter Stall, vertraute Rituale. Wir wissen schon welches Pferdchen nicht im Unterstand stehen will und eine Boxe braucht - wie man am schnellsten die Dusche ergattert und wo der kühlende Abendtrunk wartet. Zwei „Parisreiter“ stossen zur Besprechung noch zu uns. Das Aufbautraining wird besprochen. Göttliches Abendessen, leider nicht ganz kalorienfrei, der Nachtruhestörer vom letzten Mal schläft zu Hause, geschnarcht wird trotzdem. Schneller Ritt nach Hause, die Pferde scheinen nicht müde zu sein und zu werden, der Sommer hält endgültig und mit voller Wärme Einzug. Das letzte Stück reiten wir traditionsgemäss in der erfrischend kühlen Eulach. Zwei wunderschöne Tage sind zu Ende. Paris wir kommen. |